Pressespiegel

Kunstgiesser

Ein Knochenjob für die Kunst
Von Oliver Burwig

Denkt man an den berühmten Düsseldorfer Künstler und ehemaligen Rektor der Kunstakademie Tony Cragg, dann stehen dem Kenner die riesigen, gewundenen Bronzeskulpturen vor dem geistigen Auge. Die Entwürfe für derartige Plastiken schaffen Künstler in der Stille ihrer Ateliers - hinter den Metallkunstwerken steckt aber auch der knallharte Job in der Gießerwerkstatt. Ein Großer dieser Zunft ist Rolf Kayser. In seiner Werkstatt entstehen Güsse von meterhohen Statuen bis hin zur untertassengroßen Medaille, nationale und internationale Künstler lassen hier ihre Ideen zur metallenen Wirklichkeit werden.

....

[Quelle: Rheinische Post 17.04.2015]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

15
 
 

Denkmal enthüllt

Turek-Sohn: Vater sprach nie über '54
Von Uwe-Jens Ruhnau

Er ist keiner, der groß Bohei macht, wie man so sagt in Düsseldorf. Hans-Jürgen Turek wohnt in Heerdt, sein Vater ist der Fußballgott und Teufelskerl Toni Turek, der Torwart der Helden von Bern. Der Sohn ist 63 Jahre alt, ihn freut es, dass der Vater in der Region so vielfältig geehrt wird. "Es gibt eine Gedenktafel am Duisburger Stadion, in Erkrath ist das Stadion nach ihm benannt, in Mettmann eine Haltestelle und eine Allee, in Düsseldorf das Vereinsheim der Fortune", bilanzierte Turek. Er hält sich gestern ein wenig abseits an der Arena, als immer mehr Menschen kommen, die der Enthüllung des Toni-Turek-Denkmals beiwohnen wollen. Endlich in der Landeshauptstadt eine bedeutende öffentliche Ehrung "für den größten Fortuna-Spieler", wie ihn Vereinspräsident Dirk Kall später nennt.

....

[Quelle: Rheinische Post 05.07.2014]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

14
 
 

Der Fußballgott steht vor der Arena

Fortuna Toni Turek, der Weltmeistertorwart von 1954, der Fortune und Rheinbahner, hat endlich sein Denkmal bekommen.
Von Alexander Schulte

Düsseldorf. Nach Kunst sieht es in den staubigen dunklen Fabrikhallen im Düsseldorfer Hafen nicht aus. Hier wird malocht. Die Hebekräne, Öfen, rostige Viel besser kann der Enthüllungstermin für das Toni-Turek-Denkmal an der Arena nicht passen: Am Tag genau 60 Jahre nach dem Wunder von Bern, dem Sieg im WM-Endspiel gegen Ungarn, den "Toni, du bist ein Fußballgott" am Ende mit seinen Paraden festhielt. Und kurz vor dem mit Spannung erwarteten Viertelfinale gegen Frankreich - bei einer Weltmeisterschaft, in der die Torhüter eine ganz besondere Rolle spielen, auch und gerade der deutsche. Entsprechend groß ist der "Promi-Bahnhof" auf dem Plateau vor der Arena, dort, wo bei Heimspielen der größte Teil der Fans in Richtung Südtribüne vorbeikommt, als das Denkmal enthüllt wird: 4,50 Meter hoch, 1350 Kilo schwer, voll aus Bronze gegossen, zeigt es die Torwartlegende lässig an einer Nummer 1 gelehnt.

....

[Quelle: WZ 05.07.2014]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

14
 
 

Mendelssohn-Denkmal fast fertig

Von Juliane Kaelberlah

Sie hatten nicht mehr als ein paar Fotos. Auf einem ist das Bronzedenkmal des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy vor der Düsseldorfer Oper zu sehen. Auf dem anderen hat die Figur eine schwere Eisenkette um den Hals, der linke Arm ist abgebrochen. Es stammt aus dem Jahr 1940 und zeigt, wie die Statue des jüdischstämmigen Künstlers im Düsseldorfer Hafen von den Nationalsozialisten als "Metallspende" verschrottet wird. "Das waren unsere einzigen Vorlagen", sagt Rolf Kayser. "Die paar Fotos und ein Gipsmodell." Seit einem Jahr wird das Denkmal in seiner Kunstgießerei rekonstruiert - ausgerechnet im Düsseldorfer Hafen. Noch in dieser Woche soll es fertig werden.

....

[Quelle: Rheinische Post 19.07.2012]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

12
 
 

Ein ganz neuer Mendelssohn

Bronze-Denkmal wird im Hafen in Form gegossen. Förderverein sammelte 150 000 Euro
Von Ursula Posny (Text) und Kai Kitschenberg (Fotos)

Düsseldorf. Nach Kunst sieht es in den staubigen dunklen Fabrikhallen im Düsseldorfer Hafen nicht aus. Hier wird malocht. Die Hebekräne, Öfen, rostige Die Stiefel sind schon fertig, liegen golden glänzend neben der Partitur in der Werkstatt der Kunstgießerei Kayser im Hafen am Boden. Gleich soll Mendelssohns Notenständer gegossen werden. "Fahrt noch mal das Feuer runter," ruft Rolf Kayser (52). "Der Oberbürgermeister ist noch nicht da."
Wenig später, der städtische Dienstwagen ist gerade vorgefahren, sind die schweren Bronze-Baren flüssig. Bei 1100 Grad fließt ein rot glühender Strahl in die Form. Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Weg zu einem neuen Denkmal. 150 000 Euro haben die Düsseldorfer dafür gespendet. Am 27. September wird er seinen Platz am Eingang zum Hofgarten einnehmen und von einem hohen Sockel aus zur Altstadt hinüberschauen.

....

[Quelle: NRZ 19.07.2012]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

12
 
 

Warum dieser Bronze-Gießer Gold wert ist

Wenn es darum geht, überdimensionale Skulpturen herzustellen, brauchen auch Bildhauer Hilfe
Von Dorothea Hülsmeier

Düsseldorf. Nach Kunst sieht es in den staubigen dunklen Fabrikhallen im Düsseldorfer Hafen nicht aus. Hier wird malocht. Die Hebekräne, Öfen, rostige Gussformen, Ambosse, dicken Ketten und schwarzen Sandhaufen bilden ein archaisch wirkendes Industrie-Ensemble. Hammerschläge dröhnen, Schleifmaschinen kreischen, Funken blitzen. Am Ende einer Halle schraubt sich eine mattgolden glänzende Bronzesäule sechs Meter in Drehungen in die Höhe. Makellos ist das jüngste Werk von Tony Cragg, Rektro der Düsseldorfer Kunstakademie und weltweit gefragter Bildhauer.
Maler können allein mit Pinsel und Leinwand arbeiten. Bildhauer aber sind nichtsohne den Gießer, der ihre Kunstträume in realen Formen bringt. Dem Düsseldorfer Kunstgießer Rolf Kayser vertrauen große Künstler wir Cragg, Thomas Schütte oder Katharina Fritsch blind. Über ein halbes Jahr haben fünf Arbeiter bei Craggs vier Tonnen schwerer Bronze-Skulptur "Mixed Feelings" geschuftet, die ab September mit elf weiteren Monumentalwerken des gebürtigen Liverpoolers in London gezeigt wird.

....

[Quelle: WZ 31.12.2012]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

12
 
 

Ein Stück Elberfelder Geschichte kehrt heim

ARMENPFLEGE-DENKMAL Die originalgetreue Bronzestatue ist fertig - am 18. Juni wird sie auf dem Kirchplatz enthüllt.
Von Bernd Schwickenth

Die Idee kam ganz spontan "Wir waren so beflügelt vom Erfolg des Elberfelder Ritters. Da dachten wir uns, wir können doch gleich das nächste Projekt angehen", sagt Hans Joachim Camphausen - und blickt zufrieden auf das Ergebnis dieser Überlegungen: das Armenpflege-Denkmal, das in neun Tagen zurück in Elberfeld sein soll.
Dann haben die 68 Jahre ein Ende, in der das 1903 aufgestellte und 1943 während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzene Denkmal nicht mehr auf seinem imposanten Granitsockel vor der Alten Reformierten Kirche stand.

....

[Quelle: WZ 09.06.2011]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

11
 
 

Kette von Ereignissen

VON ROLAND MAYER
Neu-UIm Die Skulpturenlandschaft dies- und jenseits der Donau ist wie eine "Kette von Ereignissen" - sie wächst und wächst. Gestern wurde beim Neu-Ulmer Venet-Haus eine Großplastik des britischen Bildhauers Tony Cragg aufgestellt. Sie soll den Leuchtturm zu einem Skulpturenpark bilden, den Werner Schneider vom Büro Schneider Geiwitz & Partner hinter der für hochkarätige Kunstausstellungen bekannten Caponniere errichten will.


"Sie hat noch nicht genügend Wetter abbekommen"
Kunstmäzen Werner Schneider zur neuen Cragg-Skulptur

Mit kunstwissenschaftlicher Betreuung, Architekt und schwerem Baugerät wurde gestern Vormittag die 7,5 Meter hohe und sechs Tonnen schwere Bronze-Skulptur aufs südliche Areal hinters renovierte, zur ehemaligen Bundesfestung Ulm gehörende Caponniere=Vorwerk verfrachtet und dort aufgerichtet. Sie steht auf dreieinhalb Meter hohem Betonsockel und windet sich mit Rundungen organisch in die Lüfte. Gegossen wurde das Kunstwerk beim Düsseldorfer Kunstgießer Rolf Kayser, der exklusiv auch für den Biennale-Venedig-Künstler Thornas Schütte arbeitet.

....

[Quelle: Neu-Ulmer Zeitung 26.05.2011]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

11
 
 

Ritter Arnold ist heimgekehrt

REKONSTRUKTION 67 Jahre nach der Zerstörung im Krieg steht das Standbild wieder am Elberfelder Rathaus

Von Florian Ballin

Mit Tüchern verdeckt steht er auf dem Neumarkt, bereit für den letzten Teil seiner Reise - Ritter Arnold ist zurück. Ganze 67 Jahre war Elberfelds sagenhafter Gründer nicht an seinem angestammten Platz am heutigen Verwaltungshaus zu sehen. Doch in der Nacht zu gestern wurde der Ritter hoch zu Ross wieder auf sein Podest über dem Haupteingang gehoben - ein Kraftakt, für den der Neumarkt drei Stunden lang gesperrt werden musste - von 0.30 bis 3.30 Uhr.

Tieflader, Kranwagen sowie 20 Mann sind nötig, um den Ritter nach Hause zu bringen - schließlich ist der erneuerte Arnold drei Meter hoch, wiegt 1,5 Tonnen und soll in sieben Metern über dem Markt thronen. Auf dem Platz ist es kalt und dunkel, als Arnold eintrifft, nur wenige Schaulustige haben sich mitten in der Nacht dorthin verirrt. Lediglich das Podest am Verwaltungshaus ist von Scheinwerfern angestrahlt. Dort stand der Ritter, als er 1943 den Bomben des Krieges zum Opfer fiel.

"Er hat einfach gefehlt."- Hans-Joachim Camphausen über Ritter Amold.

Viele Wuppertaler vermissten die Bronzestatue. So auch Hans-Joachim Camphausen. Er ist der Initiator dieses Projekts. ,,Ich bin ein alter Elberfelder Bürger. Ich kannte das Rathaus noch mit dem Ritter Arnold. Er hat einfach gefehlt", sagt er. Deshalb beschloss er, die Figur zurückzubringen - vor allem wegen dessen Bedeutung. Nach einer alten Legende gilt Ritter Arnold als Symbol für Treue (siehe Kasten) - im speziellen Fall zwischen dem Rat der Stadt und den Bürgern sowie umgekehrt.

....

[Quelle: WZ 27. Mai 2010]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

10
 
 

Große Kunst aus einem Guss

WERKSTATT Im Medienhafen lassen die Stars der Kunst ihre Werke in der Kunstgießerei Kayser fertigen. Die WZ sah sich dort um.

Von Helga Meister (Text) und Bernd Nanninga (Fotos)

Seit der Ziseleurmeister Rolf Kayser 1999 die Gießerei Raimund Kittl auf der Landzunge im Hafenbecken übernahm, erlebte die Firma einen kometenhaften Aufstieg. Eine Halle nach der anderen wurde dazu gekauft. 28 fest angestellte Mitarbeiter hat der Betrieb heute. Was er herstellt, ist Kunst von unschätzbarem Wert. In seinen Hallen wird nach den Modellen von Weltstars sandgeformt, gegossen, patiniert und ziseliert. Ein Besuch in der Kunstgießerei Kayser.

Der 50-jährrige Fachmann muss auf Künstler wie ein Rattenfänger von Hameln wirken. Es gelingt ihm, einen Bildhauer der Spitzenklasse nach dem anderen an seine Firma zu finden. Wie ein ,,Who is Who" der Kunstszene kling die Liste derer, die ihre Modelle in Bronze, Aluminium, Edelstahl oder Stahl gießen lassen. Tony Craggs acht Meter hohe ,,Kettenreaktion", die derzeit vor dem Malkasten steht, kommt ebenso von dort wie die grandiosen Eisenfrauen des Thomas Schütte.

Die Stars der Kunstszene arbeiten direkt in den Werkshallen
Rund 30 Skulpturen werden jährlich an der Bremer Straße produziert Ariane von Mauerstetten, eine Newcomerin unter den Künstlerinnen, lässt gleich 17 Skulpturen dort herstellen. Thomas Schütte, Gewinner des Goldenen Löwen auf der Biennale in Venedig, gibt nicht nur seine Kunst in Auftrag, sondern hat bei Kayser auch einen eigenen Werkraum. Katharina Fritsch, die im Sommer eine Professur an der Kunstakademie übernimmt, lässt ebenso dort gießen wie der Kunstprofessor Bogomir Ecker, Paloma Varga Weisz, Johannes Brus, Stefan Sous oder Hede Bühl. Das größte Werk allerdings, das seit eineinhalb Jahren gleich mehrere Fachleute beschäftigt, ist eine Figurengruppe für das Elberfelder Rathaus in Wuppertal. Es präsentiert den,,Elberfelder Ritter" Arnold mit Schild und Schwert. der auf einem Pferd reitet und von seinem getreuen Knappen zu Fuß begleitet wird. Die kolossale Gruppe, zu der auch noch die Symbolfiguren der Wahrheit und Gerechtigkeit gehören, muss bis zum Mai dieses Jahres fertiggestellt sein. Dann feiert Elberfeld Geburtstag. Der Stadtteil blickt auf 400 Jahre Stadtrechte zurück.

....

[Quelle: WZ 15. März 2010]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

10
 
 

Mit besten Güssen aus dem Hafen

Kunstgießer Rolf Kayser bringt die gigantischen Skulpturen international gefeierter Bildhauer in die endgültige Form

Anna Lewy

Wenn er in Fahrt kommt, muss die dunkelblaue Pudelmütze dran glauben: Er schubst sie auf den Hinterkopf, zerrt sie zurück tief in die Stirn, um den Sitz gleich wieder zu korrigieren. Schon recht, Herr Kayser, bei dem, was Sie tun, fasst sich manch' anderer ebenfalls an den Kopf. Rolf Kayser (49) ist der Mann, der Kunst - gigantische Kunstwerke - auf ihre schweren Beine stellt. Für Akademiechef Anthony Cragg formt er die verrückten Edelstahlskulpturen, für Thomas Schütte erweckt er Große Geister und andere Kolosse zum Leben, für den verstorbenen Michael Irmer gibt er im Nachlass den zerbrechlichen Stabmenschen ewigen Halt. Katharina Fritsch vertraut ihre riesigen Monochrome seinen Händen an... Der Ziseleur-Meister bringt sie alle und noch viel mehr in Form. Sozusagen: Mit den besten Güssen aus dem Hafen.

Der Schmelzofen bullert bei 1300 Grad

Die Begeisterung des Kunstgießer-Meisters springt sofort über, wie die Funken im 1300 Grad heißen Schmelzofen

....


[Quelle: NRZ Weihnachten 2009]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

09
 
 

Elberfeld feiert 400. Geburtstag

Im nächsten Jahr feiert der Wuppertaler Stadtteil Elberfeld Geburtstag. Vor 400 Jahren wurden "Elbenfeld", wie der Stadt aufgrund einer Sage zunächst hieß, die Stadtrechte verliehen. Vom 23. bis zum 25. Juli des kommenden Jahres sollen die Wuppertaler ihren ältesten Stadtteil deshalb feiern. Da die Stadt aufgrund ihrer prekären Finanzlage die Feier nicht selbst ausrichten darf, übernehmen die Elberfelder Interessengemeinschaften die Vorkehrungen. Das Fest wird anstelle des sonst jährlichen "Elberfelder Cocktails" stattfinden. Einziger von der Stadt geplanter.....









[Quelle: WZ Rheinische Post 07.09.2009]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

09
 
 

Der Mönch von Unterrath bekommt neue Füße

Von K. DERSTROFF
Düsseldorf - 15 Jahre trotzte er Wind und Wetter. Der bronzene Kartäusermönch in Unterrath. Doch plötzlich wackelte die zehn Zentner schwere Statue, drohte aus der Verankerung zu brechen!

Jetzt die Generalüberholung! In der Kunstgießerei Kayser im Hafen wird die 2,20 Meter hohe Figur fit gemacht. Chef Rolf Kayser (46): ,,An der Statue muss immer wieder geruckelt worden sein. So löste sich der Beton im Fundament." Damit der Mönch in Zukunft 100 Prozent sicher steht, bekommt , er ein neues Fundament mit vier Ankern.

Der Mönch bekommt außerdem noch ein paar kleine Schönheits-Operationen im Gesicht und an der Kutte verpasst. Kayser: ,,Das dauert sechs Wochen."

Der Bürgerverein Unterrath hatte für die Aufstellung des Denkmals 90000 Mark gestiftet. Vorsitzende Eriko Prill (77): ,,Ein Danke an die Mönche, die der Bevölkerung immer geholfen haben."

1869 wurde die Kartause Maria Hain gegründet. Wegen der Flughafen-Erweiterung wurde das Kartäuser-Kloster 1964 abgerissen. Die Klosterbrüder zogen ins Stammhaus nach Bad Wurzbach.

[Quelle: Express 18.04.2008]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08
 
 

Mäzen sammelte 270.000 Euro für Kunstwerk

Von Jörg MEINHOLD

Wuppertal - Nach 67 Jahren wird der,,Ritter von Elberfeld" nochmal reilen! Ab dem nächsten Jahr soll er wieder vom Rasthaus auf den Neumarkt blicken.

270000 Euro hat der Wuppertaler Kaufmann Hans-Joachim Camphausen (81) in einem halben Jahr gesammelt, um die 1943
beim Rathausbrand zerstörten Bronzefigur nachfertigen zu lassen.

Camphausen: ,,Beim Rathausbau waren es Bürger, die beispielsweise große Glasfenster oder die Holzvertäfelung des Ratssales stifteten. Warum ging das nicht nach 1945, habe ich mich gefragt - und noch Spendern gesucht." Nach mühevoller Recherche erhielt Camphausen auch noch ein detailliertes Foto, nach dem die Düsseldorfer Kunstgießerei Kayser jetzt den zwei Tonnen schweren ,,Ritter" fertigt.

Am 10. August 2010 - wenn Elberfeld 400 Jahre Stadtrechte feiert - soll Ritter Arnold wieder seinen Platz. eingenommen haben. Danach werden auch die beiden Figuren ,,Wahrheit" und ,,Gerechtigkeit" am Treppenaufgang rekonstruiert.

[Quelle: Rheinische Post 18.04.2008]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08
 
 

Ritter Arnolds Ross ist schon fast fertig

SKULPTUREN Eine Düsseldorfer Gießerei arbeitet an drei historischen Figuren für die Fassade des Elberfelder Verwaltungshauses.

von Annika Schneider

Strahlend weiß leuchtet das Pferd im Scheinwerferlicht: Ein Vorderhuf ist wild erhoben, von den Hufnägeln über die einzelnen Adern ist jedes Detail deutlich zu erkennen. Als könnte es jeden Moment davon galoppieren - das Modell aus Gips und Styropor sieht lebensecht aus.

Der stolze Besitzer heißt Ritter Arnold und gilt als Stadtgründer Elberfelds. Seit 1901 zierte er mit seinem Ross und seinem Knappen die Fassade des ehemaligen Elberfelder Rathauses (heute Verwaltungsgebäude) am Neumarkt - bis die Skulpturen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Auch zwei weibliche Figuren, die ursprünglich den Haupteingang einrahmten, nämlich die Wahrheit und die Gerechtigkeit, wurden vernichtet.

..

[Quelle: Rheinische Post 18.04.2008]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08
 
 

Ritter Arnold kehrt Zurück

ELBERFELD Sponsoren haben dafür gesorgt, dass die Figur wieder am Rathaus Elberfeld angebracht wird.

Von Manfred Görgens

Ein paar Kaiser habe es an der Rathausfassade auch mal gegeben, aber auf die lege man gar keinen großen Wert. Hans-Uwe
Flunkert vom Gebäudemanagement der Stadt hat seine Favoriten schon eingekreist. Treue, Wahrheit und Gerechtigkeit, drei
allegorische Figuren, die Heinrich Günther-Gera 1901 für das Elberfelder Rathaus fertigte. Für die eine Figur in Gestalt des Ritters Arnold von Elberfeld hat Hans-Joachirn Camphausen mit viel Bürgerengagement gekämpft .

Wahrheit und Gerechtigkeit für 80 000 Euro
Nachdem die Arbeiten - ursprünglich in Kupfer getrieben - während des Krieges zerstört worden waren, bemühte sich Camphausen in den vergangenen Monaten um Sponsoren, die mit vereinten Kräften das Geld für Arnolds Nachbildung aufbringen sollten. Mittlerweile ist der erforderliche Betrag gesichert, steht gar schon genug Geld zur Verfügung um den Ritter im Jahre 2010 auf seinen angestammten Platz in der Rathausnische zu installieren und dort zu beleuchten.

...

[Quelle: WZ 04. Oktober 2008]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08

Kunsthaus mit Köpfchen

Der Galerist und Kunsthändler Ralph Kleinsimlinghaus hat an seiner denkmalgeschützten Villa Goecke fünf Köpfe angebracht. Die Plastiken der Künstlerin Ariane von Mauerstetten erinnern an Wasserspeier.

VON HANS DIETER PESCHKEN
Hängt an der Wand und sieht aus wie Fünf Köpfe? Es sind ,,Fünf Köpfe." Galerist und Kunsthändler Ralph Kleinsimlinghaus ließ sie an der Fassade seiner Villa Goecke an der Tiergartenstraße anbringen. Sie sind von der 1969 in Innsbruck geborenen Bildhauerin Ariane von Mauerstetten, die seit acht Jahren in Düsseldorf lebt und arbeitet.

Zuerst hat die Künstlerin eine Gipsform erstellt, mit Hanf, Kleber und Binder eine Haut geschaffen, die später als Grundlage i im Wachsausschmelzverfahren für den Bronzeguss diente. Der wurde in der Düsseldorfer Werkstatt von Rolf Kayser ausgeführt dessen Vorfahren bereits mit der Zinngießerei, eben dem jugendstiligen und in Krefeld wohlbekannten Kayserzinn, berühmt wurden.

...

[Quelle: Rheinische Post 27.12.2008]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08
 
 

Holzer Bronzekunst: Montage wie beim Puzzle

VON KARIN VERHOEVEN

Korschenbroich (RP) HOLZ: Bis zu den Festivitäten im Mai wird das etwa 32 Meter lange Bronzekunstwerk im Mittelpunkt von Neu-Holz wahrscheinlich nicht fertig montiert sein. Da hatte das schlechte Wetter einen Strich durch alle Planungen gemacht. ,,Bei dem starken Regen können die Leute nicht ohne Gefahr mit elektrischen Geräten arbeiten", erklärte Heinz Kunze, Umsiedlungs-Experte der Gemeinde.

Hans-Peter Reiser, Geschäftsführer von TKS Hückelhoven (Tief-Kanal- und Straßenbau): ,,Unser Zeitplan hängt vom Künstler ab. Weil für die Verankerungen der Teile im Erdreich Pflaster aufgenommen werden muss, haben wir noch nicht verfugt." Doch er nimmt es mit Gelassenheit - obwohl auch sein eigener Straßenbau-Zeitplan für den neuen Ort mächtig unter Druck gerät. Gelassenheit braucht Hans-Peter Reiser auch, um die Bronzeskulpturen unbeschadet aus den beiden Lkw auszuladen.

Mit denen hatte der Künstler Rolf Kayser die ersten neun patentierten und mit Wachs überzogenen Teile angeliefert. Die Gabeln des Radladers aber sind nicht speziell zur Verladung von bis zu einer Tonne schwerer und voluminöser Bronzekuben gemacht. Es ist schon eine logistische Meisterleitung, kombiniert mit viel Körperkraft, überhaupt das erste Teil abzuladen.

Wie es der Zufall will, ist es das stilisierte Abbild von Arnold Packbiers landwirtschaftlichem Anwesen, das den alten Ort erst Ende 2009 verlassen wird. Was den Künstler und Bronzegießer Rolf Kayser dazu veranlasst hat, sein Angebot trotz aller Materialteuerungen aufrecht zu halten?,,Es war eine tolle Herausforderung für mich und es wird eine tolle Erinnerung für die Leute an ihren alten Ort sein," sagt er.

Reizvolle optische Effekte

Sein Zeitplan sieht weitere Teillieferungen und einen Abschluss der Arbeiten in zwei bis drei Wochen vor. Wenn dann die Bürger von Neu-Holz die Skulpturen als Sitzgelegenheit nutzen, während die Kleinen darauf herum klettern, wird es laut Kayser bald reizvolle optische Effekte geben, wenn Wachs und Patina punktuell dem glänzenden Bronzeschimmer weichen. Die Leute vom Kapellenverein sehen es pragmatischer. Der Vereinsvorsitzende Heinz Mostert hofft: ,,Wenn wenigstens der vordere Teil bis zur Fronleichnamsprozession fertig wäre, haben wir hier den zweiten Altar."

[Quelle: Rheinische Post 18.04.2008]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08
 
 

Das Bodenkunstwerk in Holz

Angestoßen durch den Stadtplaner führten die Bürger bereits in den 90er Jahren eine Diskussion über einen Erinnerungsort an das alte Dorf. Die Planer entwickelten verschiedene Vorschläge, wobei sich jedoch sehr schnell die Idee herauskristallisierte, den charakteristischen Grundriss eines Teiles der alten Hauptstraße in eine Bodenstruktur künstlerisch umzusetzen.

Über die Art des dazu zu verwendenden Materials wurde lange diskutiert, bis letztendlich die Umsetzung als Bronzekuben am 10. Dezember 2003 durch den Bürgerbeirat Holz beschlossen werden konnte. Der öffentliche Platz in der Mitte des neuen Ortes war besonders geeignet, den Erinnerungsort aufzunehmen, weil die Interessengemeinschaft Loreta-Kapelle beabsichtigte, auf diesem Platz die Kapelle aus dem alten Ort in alter Form wieder aufzubauen und gleichzeitig von den Bürgern gewünscht wurde, auf diesem Platz auch das Ehrenmahl zu errichten. So führt jetzt die Straße des Bodenkunstwerkes zur wiedererrichteten Loreta-Kapelle in Südwest-Nordostrichtung, also genau in der Richtung der alten Holzer Hauptstraße. Durch die Lage des Bodenkunstwerkes wird gleichzeitig die Winkelverschiebung der neuen Hauptstraße zur alten Hauptstraße deutlich. Durch eine abstrakte Darstellung von Baukörpern entlang des alten Straßenzuges im Maßstab 1:13 als Bronzekuben wird die alte Dorfstruktur wieder aufgenommen und zum Erinnerungselement.

Durch die maßstabsgerechte Verkleinerung und Vereinfachung des Dorfgrundrisses rückt die bauliche Struktur als Zitat in den gedanklichen Mittelpunkt, ohne dass überflüssige Gestaltungsdetails von der Grundidee ablenken. Das Nachdenken über das Dorf, die Umsiedlung, den alten Lebensort und die Zukunft der Gemeinschaft wird angeregt, ohne in eine Nostalgie zu verfallen, die der Situation nicht angemessen wäre. Die Vereinfachung und Realisierung in zeitlosen Materialien verhindert gleichzeitig eine nur rückwärts gewandte Betrachtung. Die Idee eines Bodenkunstwerkes für das ,,hier und jetzt" rückt in den Vordergrund und erlaubt eine spielerische Auseinandersetzung, die für alle Bewohnergruppen einen besonderen Erlebniswert haben wird.

Die plastische Ausformung des Straßenzuges erlaubt - über die abstrakte Ebene hinaus - eine direkte Nutzung des Denkmals als Sitzgelegenheit und Spielfläche und gewinnt somit eine weitere Funktion hinzu. Die Plastik ragt durch die Wirkung von Licht und Schatten als interessante Skulptur aus dem hellen umgebenden Granitpflaster hervor, in welches die grüne Rasenfläche übergeht. Der Zwischenraum im Bereich des Straßenzuges ist verfugt und wird somit zur..Steinernen Straße".


[Quelle:]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

08
 
 

Viele Düsseldorfer haben schon Werke von Thomas Schütte gesehen, ohne es zu wissen

Große Geister und stählerne Frauen aus dem Hafen

Thomas Schütte, 1954 in Oldenburg geboren, lebt in Düsseldorf, wo er in den siebziger fahren als Schüler von Schwegler und Richter die Kunstakademie besuchte. Bald hat er wachsende nationale wie internationale Beachtung gewonnen. Zunächst wurde er mit Skulpturen berühmt, die wie Architekturmodelle auftraten. 2003 kam er auf dieses Thema zurück. In einer Gratwanderung zwischen unterschiedlichen Feldern hat er zuvor verschiedene Werkgruppen oft gleichzeitig entwickelt.

K21, die Kunstsammlung NRW im Ständehaus, zeigt vom 8. Mai bis 19. September unter dem Titel „Kreuzzug" einen vielfältigen Überblick zu Schüttes Schaffen aus den letzten sechs Jahren: monumentale Figuren, zarte Papierarbeiten, Keramiken und neue Architekturmodelle. Dazu gehören auch „Große Geister" ebenso wie riesige Frauenakte aus Stahlguss auf stählernen Gestellen. Mal blank poliert, mal rostig.

Aufmerksame Fußgänger und Radfahrer kennen manches Werk schon und durften das Wachsen der Ausstellung erleben, ohne Eintritt zu bezahlen. Wenn sie vom neuen Landtag aus am Fernmeldeturm vorbei über die schmale Brücke an den Rheinstrand kamen und dort den Blick mal nach links wendeten. Dort am Wendehammer an der Bremer Straße vor einer Kunstgießerei, wo einst sogar der Kaiser Wilhelm fürs Deutsche Eck in Koblenz neu erstanden ist, dort standen die teuren Kunstwerke im Freien, in Regen und Schnee, und wurden auch Fotos für den Kunstkatalog gemacht. Geklaut hat die Werke keiner: erstens, weil sie zu schwer und groß sind, um sie mal eben auf den Fahrradgepäckträger zu klemmen oder in den Autokofferraum zu packen, zweitens, weil ja auch keiner neben einem Lagerplatz rostiger Stahlrohre dort Kunst von Weltrang vermutet, drittens, weil die Nachbarschaft aufpasst.

Thomas Schütte, ein berühmter Künstler, der durchs K21 noch berühmter werden wird, ist mit keinem einzigen seiner Werke - und viele sind wetterfest - bislang dauerhaft im öffentlichen Raum in Düsseldorf vertreten. Es sei denn, man nimmt die vorläufige Lagerung im Hafen vor der Gießerei als öffentlichen Raum. Aber dauerhaft ist diese Präsentation nicht. Eine öffentliche Vorpremiere für die Schütte-Werk-schau im K21 aber schon. Danach sollten Düsseldorf und seine Mäzene sich schon ein Schütte-Werk für die eigene Schau sichern. Vielleicht für den Hofgarten oder den eigenen Hof oder Garten. Besser vorher als danach. Denn danach wird's vermutlich teurer sch-r

[Quelle: Das Tor 5/Mai 2004]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.

04
 
 

Im Industriehafen: Ziseleur-Meister Rolf Kayser fertigt Skulpturen für bekannte Künstler

Wo auch Geister in Form kommen

Von DENIZ KARIUS und ANDREAS KREBS (Fotos)

Der Ofen bullert, Flammen sprühen. Schleif- und Schweißgeräusche erfüllen die Werkstatt an der Bremer Straße im Industriehafen und dringen bis nach draußen. "Wir heizen den Schmelzofen bis auf 1300 Grad an, nach zwei bis drei Stunden können wir gießen", erklärt Rolf Kayser. Der 42-jährige ist Metallbildner-, genauer gesagt Ziseleur-Meister. "Den Beruf gibt es schon so lange, wie es den Bronzeguss gibt", sagt er.

...

[Quelle: 27. .2003]

< Für mehr Details bitte auf das Bild klicken.
03